Praxis für Psychotherapie, nach dem Heilpraktikergesetz in Paderborn

Über Ralf Baumhöfer
Psychotherapie beginnt für mich mit Verstehen
Mein Name ist Ralf Baumhöfer. Ich bin Heilpraktiker, beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie, und arbeite seit 2016 in eigener Praxis.
Menschen kommen selten zu mir, weil sie lediglich wissen möchten, wie ihre Beschwerden heißen. Meist möchten sie verstehen, warum Angst immer wieder auftaucht, weshalb sie trotz besserer Vorsätze in dieselben Verhaltensmuster geraten oder warum Gedanken, Selbstzweifel und innere Anspannung so schwer zur Ruhe kommen.
Genau dort beginnt meine therapeutische Arbeit.
Ich möchte mit Ihnen nachvollziehbar herausarbeiten, was Ihre Beschwerden auslöst und wodurch sie möglicherweise aufrechterhalten werden. Welche Gedanken und Bewertungen spielen eine Rolle? Was tun Sie, wenn Angst, Niedergeschlagenheit oder Anspannung auftreten? Was entlastet kurzfristig, führt langfristig aber vielleicht dazu, dass das Problem bestehen bleibt?
Psychotherapie sollte für mich nachvollziehbar sein. Sie sollen verstehen können, woran wir arbeiten und warum.
Wie ich therapeutisch arbeite
Ein Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Integrative Kognitive Verhaltenstherapie.
Dabei betrachte ich psychische Beschwerden nicht isoliert. Eine Situation allein erklärt noch nicht, warum ein Mensch mit Angst reagiert, ein anderer mit Wut und ein dritter nahezu unberührt bleibt.
Deshalb interessieren mich besonders die persönlichen Bewertungen, Erwartungen und Schlussfolgerungen, die zwischen einer Situation und unserer emotionalen Reaktion liegen.
Das klingt zunächst theoretisch. Im Alltag ist es sehr konkret.
Wer beispielsweise eine Panikattacke erlebt, kann beginnen, seinen Körper ständig zu kontrollieren und bestimmte Orte zu vermeiden. Die Vermeidung reduziert die Angst zunächst. Gleichzeitig kann sie verhindern, dass neue Erfahrungen entstehen. Ein Mechanismus, der eigentlich schützen soll, kann dadurch selbst Teil des Problems werden.
Bei Selbstwertproblemen sieht es anders aus. Dort kann bereits eine kritische Bemerkung ausreichen, um stundenlang über das eigene Verhalten nachzudenken oder die gesamte eigene Person infrage zu stellen.
Mich interessiert deshalb nicht nur die Frage:
„Welches Symptom haben Sie?“
Mindestens ebenso wichtig ist:
„Wie entsteht es bei Ihnen und was hält es aufrecht?“
Kognitive Verhaltenstherapie als fachlicher Schwerpunkt
Von 2017 bis 2022 habe ich am Institut für Integrative Verhaltenstherapie in Hamburg Aus- und Weiterbildungen in Integrativer Kognitiver Verhaltenstherapie absolviert.
Das Institut wurde von Dr. Harlich H. Stavemann mitbegründet. Die von ihm entwickelte Integrative Kognitive Verhaltenstherapie und die Problemorientierte Kognitive Psychodiagnostik haben meine therapeutische Arbeit wesentlich geprägt.
Im Mittelpunkt steht für mich dabei keine Sammlung einzelner Techniken. Entscheidend ist zunächst ein verständliches Modell des Problems.
Erst wenn nachvollziehbar wird, weshalb bestimmte Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen immer wieder entstehen, lässt sich gezielt daran arbeiten.
Zu meinen Aus- und Fortbildungen am IVT gehören unter anderem Themen wie Problemorientierte Kognitive Psychodiagnostik, dysfunktionale Selbstwertkonzepte, Lebenszielanalyse und Lebenszielplanung, existenzielle Probleme sowie die Sokratische Gesprächsführung.
Schematherapie – wenn Muster eine längere Geschichte haben
Nicht jedes Problem lässt sich ausschließlich aus der aktuellen Lebenssituation verstehen.
Manche Überzeugungen begleiten einen Menschen bereits über viele Jahre: immer funktionieren zu müssen, Fehler unbedingt vermeiden zu müssen, für die Stimmung anderer verantwortlich zu sein oder nur dann akzeptabel zu sein, wenn bestimmte Erwartungen erfüllt werden.
Solche Muster können sich in Partnerschaften, im Beruf und im Umgang mit der eigenen Person immer wieder zeigen.
Deshalb ergänze ich meine verhaltenstherapeutische Arbeit durch schematherapeutische Perspektiven. Sie ermöglichen einen zusätzlichen Blick darauf, wie länger bestehende Denk-, Beziehungs- und Verhaltensmuster entstanden sind und weshalb sie sich trotz negativer Folgen so hartnäckig wiederholen können.
NARM – mein Blick erweitert sich weiter
Psychotherapeutische Arbeit bleibt für mich ein Beruf, in dem Weiterbildung dazugehört.
Seit 2025 absolviere ich am UTA Institut in Köln eine zweijährig angelegte Ausbildung im NeuroAffective Relational Model (NARM). Der Abschluss ist für Ende 2027 vorgesehen.
NARM beschäftigt sich insbesondere mit Entwicklungstrauma und den Auswirkungen früher Beziehungserfahrungen auf Selbstregulation, Kontaktfähigkeit, Beziehungsgestaltung und das Erleben der eigenen Person.
Diese Ausbildung erweitert meine bisherige verhaltenstherapeutische Perspektive.
Denn bei manchen Beschwerden reicht es nicht aus, ausschließlich danach zu fragen, was ein Mensch heute denkt und tut. Wiederkehrende Beziehungsmuster, Schwierigkeiten mit Nähe und Abgrenzung oder ein stark verinnerlichter Umgang mit den eigenen Bedürfnissen können eine längere Entwicklungsgeschichte haben.
Die NARM-Ausbildung ermöglicht mir, diese Zusammenhänge differenzierter in meine therapeutische Arbeit einzubeziehen.
Supervision auf einer Palliativstation
Von 2021 bis 2023 war ich als Supervisor auf einer Palliativstation der Kreisklinik Roth tätig.
Die Arbeit in einem palliativen Umfeld stellt besondere Anforderungen an professionelle Teams. Mitarbeiter begleiten schwer erkrankte und sterbende Menschen, führen Gespräche mit Angehörigen und müssen gleichzeitig mit hoher emotionaler Belastung, Verantwortung und den Grenzen medizinischer Möglichkeiten umgehen.
Meine Aufgabe in der Supervision bestand darin, berufliche Situationen gemeinsam zu reflektieren, belastende Erfahrungen einzuordnen und die Zusammenarbeit im professionellen Kontext zu betrachten.
Diese Tätigkeit hat meinen Blick auf therapeutische Arbeit erweitert. Fragen nach Verlust, Abschied, Verantwortung, persönlichen Grenzen und dem Umgang mit Situationen, die sich nicht einfach lösen lassen, begegnen schließlich nicht nur auf einer Palliativstation. Sie können auch in einer Psychotherapie eine Rolle spielen.
Was Sie in meiner Praxis erwartet
Ich halte wenig davon, Psychotherapie unnötig geheimnisvoll zu machen.
Wenn ich eine Hypothese über die Entstehung oder Aufrechterhaltung Ihrer Beschwerden habe, sollten Sie sie verstehen können. Wenn wir eine bestimmte therapeutische Intervention einsetzen, möchte ich Ihnen erklären können, weshalb wir das tun.
Therapie ist für mich deshalb gemeinsame Arbeit.
Dazu gehört auch, Annahmen zu hinterfragen. Manchmal geht es um einen Satz, der seit Jahren selbstverständlich erscheint: „Ich darf keine Fehler machen.“ „Andere dürfen mich nicht ablehnen.“ „Ich muss sicher sein, bevor ich mich entscheide.“ „Wenn ich Angst habe, stimmt etwas nicht.“
Solche Überzeugungen werden nicht einfach durch positivere Sätze ersetzt.
Wir prüfen sie.
Was spricht dafür? Was dagegen? Welche Konsequenzen hat diese Überzeugung? Und welche Alternative wäre nicht einfach angenehmer, sondern sachlich tragfähiger?
Diese Form der therapeutischen Arbeit verlangt Mitarbeit. Sie kann unbequem sein. Aber sie macht Psychotherapie konkret.
Behandlungsschwerpunkte
In meiner Praxis für Psychotherapie in Paderborn arbeite ich unter anderem mit Menschen, die unter Angststörungen und Panikattacken, Depressionen, Zwangsstörungen, Burnout und anhaltender Überforderung oder ausgeprägten Selbstwertproblemen leiden.
Ein weiterer Bereich meiner Arbeit ist die Paartherapie.
Dabei entscheidet nicht allein eine Diagnose darüber, wie die Behandlung aussieht. Ausgangspunkt bleibt der einzelne Mensch mit seiner Geschichte, seinen Bewertungen, seinen Verhaltensweisen und seinem konkreten Veränderungsziel.
Für bestimmte körperliche Beschwerden oder psychische Symptome kann eine ärztliche beziehungsweise fachärztliche Abklärung notwendig sein. Psychische und körperliche Ursachen lassen sich nicht in jedem Fall allein anhand der subjektiv erlebten Beschwerden voneinander unterscheiden.
Qualifikation und Fortbildungen
Heilpraktiker, beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie
Staatliche Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde auf dem Gebiet der Psychotherapie nach entsprechender Überprüfung beim Landkreis Marburg-Biedenkopf
Integrative Kognitive Verhaltenstherapie
Aus- und Weiterbildungen am Institut für Integrative Verhaltenstherapie Hamburg, Dr. Harlich H. Stavemann
Problemorientierte Kognitive Psychodiagnostik
Fortbildung am IVT Hamburg
Dysfunktionale Selbstwertkonzepte
Fortbildung am IVT Hamburg
Lebenszielanalyse und Lebenszielplanung
Fortbildung am IVT Hamburg
Existenzielle Probleme
Fortbildung am IVT Hamburg
Sokratische Gesprächsführung
Fortbildung am IVT Hamburg
Supervision und Selbsterfahrung
IVT Hamburg
Schematherapie
Fortbildung in Schematherapie
Klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie nach Carl Rogers
Grundlagen sowie Aufbau und Praxis
Medizinische Hypnose
Ausbildung am Thermedius Institut
Neuro Affective Relational Model – NARM
Laufende Ausbildung am UTA Institut Köln, 2025 bis voraussichtlich Ende 2027
Supervisor auf einer Palliativstation
Landesklinik Roth, 2021 bis 2023
Der erste Termin
Auf einer Website können Sie etwas über meine Ausbildung und meine therapeutische Haltung erfahren. Ob Sie mit einem Therapeuten arbeiten möchten, entscheidet sich trotzdem nicht anhand einer Liste von Zertifikaten.
Deshalb dient das Erstgespräch auch dem gegenseitigen Kennenlernen.
Sie schildern, weshalb Sie Unterstützung suchen und was sich verändern soll. Wir schauen uns Ihre aktuelle Situation an und ich erläutere Ihnen, wie ich Ihr Anliegen therapeutisch einordnen würde und wie eine weitere Zusammenarbeit aussehen könnte.
Sie können Fragen stellen. Und Sie können sich einen Eindruck davon verschaffen, ob meine Art zu arbeiten zu Ihnen passt.
Ralf Baumhöfer
Praxis für Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz
Friedrichstraße 45
33102 Paderborn
