Es passiert an der Kasse im Supermarkt. Das Herz rast, die Hände werden feucht, der Raum scheint enger zu werden. Sie lassen den Einkaufswagen stehen und gehen nach draußen. Zehn Minuten später ist es vorbei. Was bleibt, ist die Frage, ob es wieder passiert. Und bald meiden Sie nicht nur diesen einen Supermarkt.
So beginnt bei vielen Menschen eine Panikstörung. In meiner Praxis in Paderborn arbeite ich mit Menschen mit Angststörungen und Panikattacken, mit Kognitiver Verhaltenstherapie.
Wie sich Angst und Panik zeigen
Eine Panikattacke ist ein plötzlicher Anstieg von Angst, der innerhalb weniger Minuten seinen Höhepunkt erreicht. Typisch sind Herzrasen, Atemnot, Schwindel, Zittern, Druck auf der Brust und der Gedanke, gleich ohnmächtig zu werden, die Kontrolle zu verlieren oder zu sterben. Viele Betroffene landen beim ersten Mal in der Notaufnahme. Das ist vernünftig. Körperliche Ursachen sollten ärztlich abgeklärt sein.
Von einer Panikstörung spricht man, wenn solche Attacken wiederholt und unerwartet auftreten und die Angst vor der nächsten Attacke das Leben zu bestimmen beginnt. Häufig kommt eine Agoraphobie hinzu. Dann werden Orte gemieden, an denen Hilfe schwer erreichbar oder ein schneller Rückzug peinlich wäre: Busse, Autobahnen, Kaufhäuser, volle Wartezimmer.
Andere Angststörungen sehen anders aus. Bei der generalisierten Angststörung kreisen die Sorgen um Gesundheit, Familie und Geld, oft vom Aufwachen bis zum Einschlafen. Bei der sozialen Angst steht die Furcht im Mittelpunkt, sich vor anderen zu blamieren. Und bei einer spezifischen Phobie richtet sich die Angst auf etwas Bestimmtes, eine Spinne, eine Höhe, eine Spritze.
Warum die Angst bleibt
Der Motor ist die Angst vor der Angst. Wer eine Panikattacke erlebt hat, achtet auf jedes Herzklopfen. Ein schneller Puls nach dem Treppensteigen wird zum Warnsignal, die Aufmerksamkeit verstärkt die Empfindung, die Angst steigt. Dieser Kreislauf schließt sich in Sekunden.
Vermeidung hält ihn am Laufen. Wer den Supermarkt meidet, erlebt dort keine Panik. Er erlebt aber auch nie, dass die Angst von selbst abklingt und das Befürchtete ausbleibt. Ähnlich wirken kleine Sicherheitsverhaltensweisen: die Wasserflasche in der Tasche, das Handy griffbereit, der Platz am Gang. Sie beruhigen kurz. Und sie bestätigen, dass ohne sie etwas passiert wäre.
Für wen das Angebot passt
Meine Praxis ist eine ambulante Praxis für Psychotherapie. Sie passt, wenn Ängste oder Panikattacken Ihren Alltag einschränken und Sie bereit sind, in wöchentlichen Sitzungen und zwischen den Sitzungen daran zu arbeiten. Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren.
Nicht passend ist das Angebot bei akuter Selbstgefährdung oder wenn eine stationäre Behandlung nötig ist. Dann helfen der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 oder im Notfall die 112. Ob neben der Psychotherapie eine ärztliche oder medikamentöse Behandlung sinnvoll ist, klären wir im Verlauf; bei Bedarf empfehle ich eine fachärztliche Abklärung.
Symptom und Ursache
Herzrasen und Vermeidung sind das Sichtbare. Dahinter stehen Bewertungen, die das Erleben erst bedrohlich machen. Ein starkes Herzklopfen heißt, dass mit dem Herzen etwas nicht stimmt. Die Kontrolle zu verlieren wäre unerträglich. Andere dürfen nicht merken, dass es mir schlecht geht. Mit der problemorientierten kognitiven Psychodiagnostik nach Dr. Harlich H. Stavemann, kurz PKP, erarbeiten wir, welche Bewertungen und Lebensregeln bei Ihnen dahinterstehen. Am Symptom setzen wir direkt an. Gleichzeitig arbeiten wir an dem, was die Angst immer wieder auslöst.
Wie ich bei Angststörungen arbeite
Ausgebildet bin ich in Integrativer Kognitiver Verhaltenstherapie am IVT Hamburg bei Dr. Harlich H. Stavemann. Die Arbeit folgt keinem festen Programm, sondern Ihren eigenen Situationen.
- VerstehenWir nehmen konkrete Situationen der letzten Wochen auseinander. Was war los, was ging Ihnen durch den Kopf, was haben Sie im Körper gespürt, was haben Sie getan? Dafür nutze ich die problemorientierte kognitive Psychodiagnostik. Am Ende haben Sie ein Modell Ihrer Angst, das Sie selbst nachvollziehen können.
- Bewertungen prüfenWir untersuchen die Befürchtungen, die die Angst antreiben. Wie oft ist das Befürchtete bei den letzten zwanzig Attacken eingetreten? Was genau wäre so schlimm daran, wenn jemand Ihre Angst bemerkt?
- Grundproblem bearbeitenDieselbe Panik kann sehr Verschiedenes bedeuten. Bei dem einen ist es die Angst zu sterben, bei der anderen die Angst, sich vor allen zu blamieren. Die PKP zeigt, welches Grundproblem hinter Ihrer Befürchtung steht. Daran arbeiten wir im sokratischen Gespräch, an Ihren eigenen Szenen.
- FestigenZum Schluss geht es darum, mit einem Rückschlag umzugehen, ohne in die alte Vermeidung zurückzufallen.
Wie viele Sitzungen nötig sind, hängt von Art und Dauer der Angst ab. Eine Zahl, die für alle gilt, gibt es nicht.
Das Erstgespräch
Im Erstgespräch schildern Sie, was Sie beschäftigt. Ich frage nach, erkläre, wie ich arbeite, und sage Ihnen, ob mein Angebot zu Ihrem Anliegen passt. Danach entscheiden Sie in Ruhe. Das Erstgespräch dauert etwa 45 Minuten und kostet 50 Euro. Eine Überweisung brauchen Sie nicht. Ausführlich: Was im Erstgespräch passiert
Kosten
Die Praxis ist eine Selbstzahlerpraxis. Eine Therapiesitzung von 60 Minuten kostet 120 Euro, die Videosprechstunde 110 Euro. Private Krankenversicherungen erstatten je nach Tarif; bitte klären Sie das vor Beginn mit Ihrer Versicherung. Gesetzlich Versicherte tragen die Kosten selbst. Alle Gebühren
Häufige Fragen
Ist eine Panikattacke gefährlich?
Sie fühlt sich bedrohlich an. Für einen körperlich gesunden Menschen ist sie nicht gefährlich. Ob Sie körperlich gesund sind, klärt ein Arzt, und das sollte vor Beginn der Psychotherapie geschehen sein.
Muss ich mich gefürchteten Situationen aussetzen?
Nein, nicht als Programm. Wir arbeiten an den Befürchtungen und Bewertungen, die Ihre Angst auslösen. Grundlage sind Situationen, die Sie ohnehin erleben.
Helfen Medikamente?
Das ist eine ärztliche Frage. Psychotherapie und Medikation schließen sich nicht aus. Wenn eine Abklärung sinnvoll erscheint, sage ich Ihnen das.
Geht das auch per Video?
Je nach Anliegen ja. Wenn Ihnen schon der Weg in die Praxis schwerfällt, kann die Videosprechstunde ein Anfang sein. Das besprechen wir im Erstgespräch.
Erstgespräch reservieren
Termine für ein Erstgespräch vergebe ich ausschließlich über die Online-Terminreservierung. Erstgespräch ca. 45 Minuten, 50 €. Eine Überweisung ist nicht erforderlich.
Praxis für Psychotherapie, Ralf Baumhöfer, Friedrichstraße 45, 33102 Paderborn. Telefon Büro 05251 6875433. Gut erreichbar aus Salzkotten, Delbrück, Bad Lippspringe, Hövelhof, Borchen, Altenbeken und Büren.
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Dieser Beitrag ersetzt keine persönliche medizinische oder psychotherapeutische Diagnostik. In akuten Notfällen oder schweren Krisen wählen Sie 112 oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117.
