Existenzielle Ängste und Todesangst: Psychotherapie in Paderborn

Ängste behandeln - Paderborn

Es ist halb drei in der Nacht. Das Haus ist still, und plötzlich ist der Gedanke da: Irgendwann ist das alles vorbei. Das Herz schlägt schneller, Sie setzen sich auf, schalten das Licht an. Am Morgen wirkt es übertrieben. In der nächsten Nacht kommt es wieder.

Angst vor dem Tod, vor schwerer Krankheit, vor dem Verlust von Kontrolle gehört zum Menschsein. Bei manchen Menschen bestimmt sie den Alltag. In meiner Praxis in Paderborn arbeite ich mit ihnen, mit Kognitiver Verhaltenstherapie.

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Was existenzielle Ängste sind

Existenzielle Ängste richten sich auf Grundbedingungen des Lebens, die sich nicht abstellen lassen: dass wir sterben, dass wir krank werden können, dass vieles außerhalb unserer Kontrolle liegt. In der Integrativen Kognitiven Verhaltenstherapie nach Harlich H. Stavemann zählen existenzielle Probleme neben Selbstwertproblemen und der Frustrationsintoleranz zu den grundlegenden Problembereichen, die hinter vielen Beschwerden stehen.

Sie zeigen sich unterschiedlich. Bei einigen als nächtliches Grübeln über Tod und Sinn. Bei anderen als ständige Sorge um die Gesundheit, als Panik bei Herzklopfen, als Vermeidung von Flugreisen, Krankenhäusern oder Beerdigungen. Manche Menschen kommen nach einem konkreten Anlass: dem Tod eines Elternteils, einer eigenen Diagnose, dem fünfzigsten Geburtstag.

BeispielEine Frau Mitte vierzig verliert ihren Vater an einen Herzinfarkt. Ein halbes Jahr später misst sie mehrmals täglich ihren Puls, liest nachts über Herzerkrankungen und sagt die Wanderung mit Freunden im Eggegebirge ab, weil dort kein Krankenhaus in der Nähe ist. Ihr Hausarzt findet nichts. Beruhigt ist sie für einen Tag. Das Beispiel ist erfunden, der Ablauf nicht.

Warum die Angst bleibt

Hinter existenziellen Ängsten steht oft eine Forderung nach Sicherheit, die das Leben nicht erfüllen kann: Ich muss sicher sein, dass mir nichts passiert. Ich muss die Kontrolle behalten. Weil diese Sicherheit nie kommt, sucht der Kopf weiter. Jede Kontrolle, jeder Arztbesuch, jede Vermeidung beruhigt kurz und bestätigt zugleich, dass die Gefahr ernst ist.

Dazu kommt eine zweite Bewertung, die selten ausgesprochen wird: dass die Unsicherheit selbst nicht auszuhalten ist. Hier berühren sich existenzielle Ängste und Frustrationsintoleranz.

Für wen das Angebot passt

Meine Praxis ist eine ambulante Praxis für Psychotherapie. Sie passt, wenn Gedanken an Tod, Krankheit oder Kontrollverlust Sie belasten, Ihren Alltag einschränken oder Sie nachts wach halten, und Sie bereit sind, daran zu arbeiten. Körperliche Ursachen sollten ärztlich abgeklärt sein. Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren.

Nicht passend ist das Angebot bei akuter Selbstgefährdung oder wenn eine stationäre Behandlung nötig ist. Dann helfen der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 oder im Notfall die 112. Ob neben der Psychotherapie eine ärztliche oder medikamentöse Behandlung sinnvoll ist, klären wir im Verlauf; bei Bedarf empfehle ich eine fachärztliche Abklärung.

Symptom und Ursache

Pulsmessen, Grübeln und Vermeiden sind das Sichtbare. Mit der problemorientierten kognitiven Psychodiagnostik nach Dr. Harlich H. Stavemann, kurz PKP, erarbeiten wir die Bewertungen dahinter. Was genau befürchten Sie? Was würde es für Sie bedeuten, wenn es einträte? Welche Regel sagt Ihnen, dass Sie Unsicherheit nicht aushalten dürfen? Ziel ist kein Leben ohne Angst vor dem Tod. Ziel ist, dass diese Angst Ihren Alltag nicht mehr bestimmt.

Wie ich bei existenziellen Ängsten arbeite

Ausgebildet bin ich in Integrativer Kognitiver Verhaltenstherapie am IVT Hamburg bei Dr. Harlich H. Stavemann.

  1. VerstehenWir untersuchen konkrete Situationen, in denen die Angst auftaucht, und machen sichtbar, welche Gedanken, Bilder und Handlungen dabei ablaufen.
  2. Bewertungen prüfenWir nehmen die Forderung nach Sicherheit auseinander. Was ist realistisch, was ist ein Anspruch, den kein Mensch erfüllen kann?
  3. AusprobierenSie verzichten schrittweise auf Kontrollen und Vermeidung und erleben, was dann passiert. Vorbereitet und in Ihrem Tempo.
  4. Werte klärenOft stellt sich dabei die Frage, wofür Sie die Zeit nutzen wollen, die Sie haben. Diese Frage ist kein Zusatz. Sie gehört zur Arbeit.

Wie viele Sitzungen nötig sind, lässt sich vorher nicht seriös sagen. Wir besprechen das im Erstgespräch und danach in regelmäßigen Abständen.

Das Erstgespräch

Im Erstgespräch schildern Sie, was Sie beschäftigt. Ich frage nach, erkläre, wie ich arbeite, und sage Ihnen, ob mein Angebot zu Ihrem Anliegen passt. Danach entscheiden Sie in Ruhe. Das Erstgespräch dauert etwa 45 Minuten und kostet 50 Euro. Eine Überweisung brauchen Sie nicht. Ausführlich: Was im Erstgespräch passiert

Kosten

Die Praxis ist eine Selbstzahlerpraxis. Eine Therapiesitzung von 60 Minuten kostet 120 Euro, die Videosprechstunde 110 Euro. Private Krankenversicherungen erstatten je nach Tarif; bitte klären Sie das vor Beginn mit Ihrer Versicherung. Gesetzlich Versicherte tragen die Kosten selbst. Alle Gebühren

Häufige Fragen

Ist Angst vor dem Tod nicht normal?

Doch. Problematisch wird sie, wenn sie den Alltag bestimmt, Sie nachts wach hält oder dazu führt, dass Sie vieles meiden.

Geht es in der Therapie um Religion oder Weltanschauung?

Nur, wenn Sie das möchten. Die Arbeit setzt an Ihren eigenen Bewertungen an, nicht an einer Weltanschauung, die ich Ihnen vorgebe.

Ich habe gleichzeitig große Angst, krank zu sein. Passt das?

Ja. Existenzielle Ängste und Krankheitsangst hängen oft eng zusammen.

Geht das auch per Video?

Je nach Anliegen ja. Das besprechen wir im Erstgespräch.

Erstgespräch reservieren

Termine für ein Erstgespräch vergebe ich ausschließlich über die Online-Terminreservierung. Erstgespräch ca. 45 Minuten, 50 €. Eine Überweisung ist nicht erforderlich.

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Praxis für Psychotherapie, Ralf Baumhöfer, Friedrichstraße 45, 33102 Paderborn. Telefon Büro 05251 6875433. Gut erreichbar aus Salzkotten, Delbrück, Bad Lippspringe, Hövelhof, Borchen, Altenbeken und Büren.

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Dieser Beitrag ersetzt keine persönliche medizinische oder psychotherapeutische Diagnostik. In akuten Notfällen oder schweren Krisen wählen Sie 112 oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117.